Vortrag zur Ostmoderne

bei der Tagung der Deutschen Fotografischen Akademie e.V. im Grassi Museum Leipzig, 5.-6. Dezember 2015

Die feinen Unterschiede. Der differenzierte Blick auf die Architektur der Ostmoderne im Fokus der Fotografie

Die Architektur der Ostmoderne galt in ihrem ästhetischen Anspruch über Jahrzehnte hinweg (vor allem aus der Perspektive des Westens) als eintönig und trist. Wohnanlagen, aber auch Sonderbauten wurden nach der Wende als nicht erhaltenswert betrachtet und dem Abriss preisgegeben. Im 21. Jahrhundert setzt ein allmähliches Umdenken und eine späte Wertschätzung ein: Fotografische Arbeiten haben sehr viel dazu beigetragen, die Aufmerksamkeit auf die „feinen Unterschiede“ zu lenken, sie zu erkunden, zu archivieren und sichtbar werden zu lassen. Auch das industrialisierte und modularisierte Bauen bietet differenziertere Lösungen, als lange angenommen, gerade auch auf dem Feld der lange unbeachtet gebliebenen Alltagsarchitektur: Sie liegen im Detail, den Varianten, dem städtebaulichen Kontext. Aber auch eine weitere Frage stellt sich: Inwiefern trägt das Bild unseres gewohnten städtebaulichen Umfeldes retrospektiv zu unserer Identität bei?

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